Sonntag, 9. März 2014

wer uns begleitet

Jetzt ist mir doch so ein ärgerlicher Anfänger Fehler passiert...und ich habe meinen bereits online gegangenen zweiten Post gelöscht...Passiert, da ich versucht habe, mit der blogger app und meinem Tablet sowie Laptop parallel zu arbeiten.
Das macht mir nur Probleme und so werde ich erst einmal nur mit dem PC weitermachen. Ist nur in einem Wohnmobil ohne „Landstrom“ alles immer abhängig vom Ladezustand der Akkus und dieser vom guten Wetter, denn bei uns bringen die Solarmodule auf dem Dach den Strom. Und das Laden über 12V Technik braucht Geduld..und die habe ich nicht immer, wenn ich gerade eine kreative Phase und Lust zum Schreiben habe.. :-)) Dies war nur eine kleine Einführung, meine Trotteligkeit wird noch gekrönt dadurch, daß ich den Text nicht an anderer Stelle gespeichert hatte, sondern nur direkt in den blog hinein verfasst habe. Ja, also das läuft ab heute schon mal anders ;-))
Und auch die inzwischen völlig unüberschaubar große Menge an Fotos verlangt nach einem System, sonst dauert die Sucherei länger als alles andere. Also zwingt mich dieser blog zu meiner Lieblingsbeschäftigung...dem Aufräumen. Ordner anlegen und sinnvoll beschriften :-) 


Also nochmal von vorne. Erzählt habe ich davon, wann meine Freude an der Fotografie begann. Bevor wir auf unsere Reise aufgebrochen sind, haben wir 3 schöne Jahre in einem kleinen Holzhaus mitten im Odenwald gelebt. 


Shoguns Eigenbau Terrasse, ich habe sie Toscana genannt. Unser Platz für ein Glas Rotwein in der Abendsonne.



Fernab von jeder Hauptstraße und umgeben von Wald und Wiesen, Landwirtschaft und sanften Hügeln. 

Ausblick direkt hinter dem Haus

Wie ich diese Zeilen schreibe, realisiere ich plötzlich, daß sich jener Anstoss und Impuls der Natur und der Farben, den ich auf La Palma so intensiv gespürt habe, schon in dieser Zeit vorbereitet hat.


kleiner Wasserfall auf dem Grundstück
Hier waren wir der Natur auch sehr nahe und ich habe auf unzähligen Spaziergängen mit unserem vierbeinigen Begleiter Nico diese Nähe sehr genossen. 


Wie oft ist uns auf stundenlangen Spaziergängen keine Menschenseele begegnet, dafür kreuzen Rehe den Weg, wir finden die Spuren der nächtlichen Futtersuche der Wildschweine und geniessen die Ausblicke auf die sanften Hügel des Odenwaldes.

Blick auf unseren Ort, Reichelsheim
so viele romantische Wege

 

Die Fotos entstammen meinen persönlichen Alben und können hoffentlich für euch etwas von dem Staunen und den Glücksmomenten vermitteln, die ich während der Aufnahmen erlebt habe.  
Größtenteils sind es Handyfotos und für Interessierte sei gesagt, es ist das Xperia Ray von Sony Ericsson, einige wurden auch mit der Lumix DMC-TZ10 von Panasonic aufgenommen.




Und das ist Nico. 

 
Er ist seit 3 Jahren bei uns, wir haben ihn in einem Odenwälder Tierheim gefunden. Warum wir gerade ihn ausgesucht haben..wir wissen es auch nicht genau :-)) Er hat sich bei unserem „Kennenlernspaziergang“ (oder wie nennt man diesen Moment, an dem die hocherfreute Mitarbeiterin einem die Leine samt Hund in die Hand drückt..?) einfach nur unmöglich benommen, zerrte uns an der Leine durch die Gegend und hat Alles und Jeden mit seiner hohen Stimme ausdauernd angebellt. Trotzdem saß er kurz darauf bei mir im Fußraum und fuhr mit uns nach Hause. Autofahren war leider noch nie Seins, aber er ist nun mal bei Reisenden gelandet...was soll er machen :-)
Inzwischen ist die anfängliche Panik während der Fahrt eher einem Zustand des geduldigen Abwartens gewichen. Er verkrümelt sich unter irgendeinem Sitz und kommt erst wieder hervor, wenn der Zündschlüssel zurückgedreht wird. Dann allerdings ist er sofort wieder topfit und am Start. So hat er vor seiner Zeit im Wohnmobil auch schon 2 Touren im Cabrio an die cote d'azur miterlebt und in Nizza den Stadtstrand unsicher gemacht.

Wir haben ihn sehr liebgewonnen. Seine Persönlichkeit ist geprägt von unbändigem Freiheitsdrang und wer weiß, vielleicht ist er ja gerade deshalb zu uns gekommen...


Er liebt es, frei umherzustreifen, und wir lieben es, ihn dabei zu beobachten und seinen Instinkt und seine Schnelligkeit zu bewundern.


Außerdem ist er unser Kuschelkönig und das ist schon ein Vertrauensbeweis für einen Hund, der uns anfangs nicht ins Haus und durch keine Tür folgen wollte. Aus Angst, man könne diese hinter ihm verschließen und ihn einsperren. 

 
Sein perfekter Tag heute könnte folgendermaßen aussehen: Fressen, Kuscheln, unterwegs sein, Fressen...und immer so fort in beliebiger Reihenfolge. Und jetzt ist er mit dabei und begleitet uns, solange er möchte, denn bis heute ist er immer zurückgekehrt von seinen Streifzügen, auch wenn es manchmal etwas länger dauert. :-)
Und wir haben inzwischen tatsächlich den ersten Menschen kennengelernt, der bei einer der üblichen Bellereien meinte, Nico habe aber einen angenehmen Tonfall.. Danke Till ;-)

Am besten stelle ich Euch unser Fahrzeug auch vor. Es ist der Commander, ein amerikanisches Reisemobil mit viel Platz für uns drei zum Leben. Er hat schon viel von der Welt gesehen und wir fühlen uns sehr wohl mit ihm. 

Schon bei den Vorbereitungen der Reise, als wir unser Haus ausgeräumt haben, hat er uns mit seiner großen Markise geholfen, heiße Flohmarktsonntage zu überstehen. Und wir haben gestaunt, was alles in die riesigen Staufächer hineingeht!




 

Mit ihm können wir unseren Traum und unsere Vorstellung zu SEIN, wahr machen. Das heißt, das Leben entschleunigen und uns die Zeit nehmen, die Natur und die einfachen Dinge viel stärker wahrzunehmen.



Der Weg ist das Ziel und wir überlassen es der Fügung, wohin er führt. Keine vorausgeplante Route im Gepäck, das entspricht einfach nicht unserem Naturell, sondern wir entscheiden aus dem Bauch heraus, wann es weitergeht oder wo wir bleiben möchten. 
So „begegnen“ uns oft traumhafte Plätze und an den An-und Ausblicken, die wir dort vorfinden, können wir uns so wunderbar berauschen.

Praia dos Arrifes bei Albufeira, einer meiner Lieblingsplätze an der Algarve

Deshalb sind wir nun auch schon 3 Monate in Portugal, einfach weil es uns hier so gut gefällt.

und ein Lieblingsplatz von Shogun

Praia do Almargem bei Quarteira
Wir fühlen uns in unserem Commander angekommen und vermissen nichts, was ein Haus uns bieten könnte. Außer vielleicht ab und zu einen Kamin und das heimelige Prasseln eines Feuers. Aber wir haben auch schon Wohnmobil-Ausbauten mit Holzofen gesehen, also, was nicht ist, kann ja noch werden :-)
Er ist unser gemütlicher Zufluchtsort, wenn ein Wintersturm vom Atlantik über uns hinwegtobt oder der Regen an die Fenster peitscht, ein Stück Vertrautes, das uns begleitet auf der Suche nach Neuem.


Sonnenuntergang in Almograve an Portugals Westküste